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Medien der Autonomie | autonome Medien: Interdisziplinäre Perspektiven auf Technologie und digitale Gesellschaft

„Autonomie“ – einer der Kernbegriffe zur Beschreibung moderner Gesellschaften – erfährt derzeit eine stetig wachsende Relevanz. Mit „autonomen Maschinen“, fahrerlosen Autos oder vernetzten und eigenständig agierenden Objekten („smart objects“, „Internet der Dinge“) stellt sich immer auch die Frage nach der Autonomie des Technischen. Einsatz finden diese Systeme unter anderem in innovativer Service-Architektur, der politischen Kommunikation und eGovernment, der Medizin (z. B. Prothetik) oder in militärischen Kontexten (z. B. autonome Waffensysteme).

 

In einer komplementären Entwicklung erscheint die Autonomie des Menschen, sozialer Gruppen oder gesellschaftlicher Institutionen durch „autonome Systeme“ und eine „Autonomie der Algorithmen“ nachhaltig bedroht. Die in unterschiedlichen Kontexten zu beobachtenden Veränderungen können folglich als Indikator für eine dadurch befeuerte grundlegende Veränderung im Verhältnis von Mensch, Medien und Technik gedeutet werden.

 

Alle diese neueren Diskurse um Autonomie im Kontext weitreichender technischer und sozialer Entwicklungen fordern zu einer interdisziplinären Einordung auf, die mit der Ringvorlesung angestrebt wird. Den ethischen, sozialen, wirtschaftlichen und politischen Herausforderungen kommt dabei ein besonderes Gewicht zu. Es stellen sich Fragen nach den Möglichkeiten der persönlichen Selbstbestimmung, der Kognition und künstlichen Intelligenz, der rechtlichen Regulation und einer Dynamik zwischen menschlichen und nicht-menschlichen autonomen Akteuren: „Autonome Medien – Medien der Autonomie“

 

 

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